GRUßWORT

Chorsingen macht Spaß!


Mein Opa hat es mir zuerst erzählt, denn er war Chorleiter des SPD-Männerchors in Hamburg Winterhude. In der Grundschule konnte ich es bald selber spüren, vor allem in der Adventszeit, wo wir jeden Montagmorgen im Schulflur sangen. Unvergesslich bleibt auch das „Hallelujah“ in der Gnadenkirche neben unserem Albrecht-Thaer-Gymnasium in Hamburg. Das war richtig schwerer Stoff, das Einstudieren dauerte lange uns viel zu lange, aber es hat sich gelohnt, wie man an dieser schönen Erinnerung sieht. (Danke Herr Simon!)

Meine nächste Erinnerung hat schon mit Kindern zu tun, die ab 1976 meine ersten eigenen Lieder sangen: Die Finkwarder Lütt Speeldeel aus Hamburg-Finkenwerder. Ohne die Begeisterung dieser 50 Kinder für meine allerersten plattdeutschen Kinderlieder wäre ich wohl kaum auf meine musikalische Lebensspur gekommen. Meine eigenen Kinder sangen gern und viel, ihre Freunde auch, aber was in einem Chor passiert, ist doch noch etwas ganz anderes. Es gibt so viele Möglichkeiten, miteinander zu singen, sogar gegeneinander kann es im Kanon richtig schön klingen. Wenn man dann noch Abenteuer wie Bühnen-, Studio-, Rundfunk oder Fernsehauftritte erleben kann, dann gibt es keinen Zweifel mehr: Chorsingen macht Spaß! Egal ob die obercoolen Wichtigtuer auf dem Schulhof darüber lästern, sie wissen ja gar nicht, was sie versäumen, z.B. die tollen Fahrten und Reisen.

Ob man im Chor die hohen oder die tiefen Töne besser trifft und halten kann, ob man den Mut und das Talent für ein Solo hat, ob man in eine Rolle für ein Musical oder Singspiel schlüpft, alles hat seinen Reiz und seinen Wert, denn nur gemeinsam sind wir stark. Dass Singen und Musizieren auch eine raffinierte Art von Gehirnjogging für alle Schulfächer sein kann, haben kluge Professoren wie der Herr Bastian von der Frankfurter UNI inzwischen herausgefunden, viele Kinder und erwachsene Chorsänger haben es schon lange gewusst: Chorsingen macht auch den Kopf fit (den mit den beiden Gehirnhälften). Einem Miteinander, das nie langweilig wird tut das Singen im Chor sowieso gut, und wenn mal die Fetzen fliegen, hat man sich beim nächsten Lied doch schon wieder vertragen, oder?

Ich wünsche euch in eurem Chor noch viele Glücksminuten und viele neue Freunde, die ihr mit offenen Armen aufnehmt, denn irgendwann wart auch ja ihr mal die Neuen. Sollten wir uns eines Tages begegnen, dann wisst ihr noch besser als vorher, warum ich so gern mit Chören singe. Grüßt eure Chorleitung und die Eltern, die bei der Organisation helfen, ohne sie läuft im Chor nichts, das verdient meine große Anerkennung und eure haben sie ja sowieso.

 

Euer Rolf Zuckowski

 
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